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Hilfen für Unternehmen in schwieriger Zeit

Das BilSE-Institut unterstützt Unternehmen in der Corona-Krise

Selten war so viel Unsicherheit, teilweise Angst in der Güstrower Unternehmerschaft zu spüren, viele Unternehmen leiden unter extrem gesunkener Nachfrage; einige mussten Ihre Pforten ganz schließen.

In diesen Zeiten stellt der Staat eine Vielzahl von Hilfen zur Verfügung: Corona-Soforthilfen, rückzahlbare und nicht rückzahlbare Zuschüsse, vermeintlich verbesserter Zugang zu KfW-Finanzierungen, verbesserte Konditionen bei Mikrokrediten. Wir stellen die wichtigsten Hilfen für Kleinstunternehmen und KMU (Stand 14. April 2020) dar:

Die Corona-Soforthilfe wird beim Landesförderinstitut in Schwerin beantragt (www.lfi-mv.de). Möglich sind nicht rückzahlbare Zuschüsse in Abhängigkeit von der Zahl der Mitarbeiter (z.B. bis zu 5 Mitarbeiter: Zuschuss bis zu 9.000 Euro), wobei auch sogenannte Solo-Selbständige und Freiberufler einen Antrag stellen können. Das Antragsformular kann vorab per E-Mail übersendet werden; wichtig ist, dass ein Original des Antrages postalisch nachgereicht wird.

Rückzahlbare Zuschüsse können bei der GSA in Schwerin beantragt werden (www.gsa-schwerin.de). Zuwendungsempfänger sind Kleinst-, Kleine und Mittlere Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente) – einschließlich Freiberuflern inklusive Kulturschaffenden – mit Sitz in Mecklenburg-Vorpommern. Möglich ist die Beantragung einer Darlehenshöhe bis zu 200.000 Euro (teilweise zinsfrei). Über die Homepage der GSA kann seit dem 2.4.2020 der Antrag eingereicht werden. Eine postalische Zusendung des Antrags inkl. weiterer Unterlagen muss zwingend erfolgen.

Die verbesserten Konditionen der KfW (www.kfw.de) und der Bürgschaftsbank (www.mbm-v.de) können Ihrem Kreditinstitut eine Kreditentscheidung zu Ihren Gunsten erleichtern, indem Teile des Kreditrisikos übernommen werden. Ansprechpartner ist hier immer die Kundenbetreuung Ihrer Hausbank. Auch die Konditionen für Mikrokredite (www.kreativ-finanz-mv.de) können interessant sein, zumal der Kredithöchstbetrag angehoben wurde; bei dieser Finanzierung ist der Weg zur Hausbank entbehrlich.

Neu ab dem 15.04. zu beantragen: der KfW-Schnellkredit 2020

Dieser richtet sich an Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern. Hier werden 100 % des Kreditrisikos durch die KfW übernommen, eine Risikoprüfung durch die Hausbank erfolgt nicht. Möglich sind Kreditbeträge bis zu 800.000 EUR in Abhängigkeit der Anzahl der Beschäftigten bzw. max. bis zu 25 % des Jahresumsatzes 2019. Ansprechpartner ist auch hier immer die Kundenbetreuung Ihrer Hausbank. Weitere Informationen zu den Voraussetzungen finden Sie auf den Seiten der KfW.

Unternehmen mit Angestellten denken an die verbesserten Möglichkeiten des Kurzarbeitergeldes (www.arbeitsagentur.de); daneben können Unternehmer, die z.B. durch die Corona-Krise ihren Lebensunterhalt nicht mehr selbst erwirtschaften können, beim Jobcenter einen Antrag auf Grundsicherung (ALG II) stellen. Daneben wurden weitere Erleichterungen, wie ein Kündigungsschutz bei rückständigen Mietzahlungen, verabschiedet.

Antragsteller sollten zu allen Förderungen die Details der Förderbedingungen beachten; wichtigste Voraussetzung ist jeweils, dass das Unternehmen vor der Corona-Krise gesund war.

BilSE kann Unternehmer bei der Auswahl der Instrumente, der richtigen Antragstellung und der Bereitstellung von Unterlagen, u.a. der Liquiditätsplanung, unterstützen.

Telefon: 03843 7736 135 (136) oder info@bilse.de